Gib weniger aus als du einnimmst

„Gib weniger aus als du einnimmst.“ So kann man das oberste Kredo des Sparers ausdrücken. Wenn deine Ausgaben zu hoch sind hast du unter Umständen keine Chance deine Kredite früher- oder sogar rechtzeitig zurückzuzahlen. Bist du nicht verschuldet bewirken hohe Ausgaben zumindest, dass du zu wenig Geld investieren kannst.

Kosten Kürzen und billig einkaufen ist aber ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sollte immer auf Qualität geachtet werden. Schließlich bringt es wenig, wenn die ach so billige Waschmaschine nach einem Jahr den Geist aufgibt. Auch bei Dienstleistungen, vor allem Versicherungen, kann zu viel sparen gefährlich sein. Wenn jemand unbedingt die 8 Euro pro Monat für eine Haftpflichtversicherung sparen möchte und diese kündigt, muss er damit rechnen für ein kleines Missgeschick in der Zukunft einem riesigen Haufen an Rechnungen zu bezahlen.

Manche Ausgaben sind überflüssig

Was meine ich also konkret mit Ausgaben optimieren. Nimm deine ausgefüllte Haushaltsliste (oder fertige eine Liste mit allen regelmäßigen und unregelmäßigen Ausgaben) und sieh dir die regelmäßigen Ausgaben an. Was stehen dort für Posten? Zeitschriftenabos die nicht mehr gelesen werden? Versicherungen deren Tarif überprüft werden sollte? Ein Fitnessstudio in welches du nur selten oder gar nicht gehst?

Überprüfe jeden einzelnen Posten auf der Liste und frage dich, ob diese Ausgaben es dir wirklich Wert sind. Kann man die Leistung auch günstiger oder gratis erhalten ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen? Oder nutzt du einen Posten gar nicht mehr und kannst ihn kündigen? Diese Prüfung allein spart dir hoffentlich schon Geld ein.

Geld sparen bei jährlicher Zahlung

Sieh auch nach ob du manch monatliche Zahlung wie beispielsweise die Monatskarte für die Öffentlichen jährlich bezahlen kannst. Verkehrsbetriebe geben dir dafür meistens einen ansehnlichen Rabatt? Damit dir dieser jährliche Betrag nicht zur Belastung wird, lege die Monate davor einen Teil davon zur Seite. So verteilt sich der große Betrag auf kleinere monatliche Anteile.

Auch der Blick auf Alternativen lohnt sich. Muss es in der Stadt unbedingt das eigene Auto sein? Neben Versicherung und Kfz-Steuer verschlingt das eigene Auto Kosten für einen Parkplatz, Sprit, Reparaturen und die regelmäßigen Servicetermine. Oftmals billiger und annähernd bequem sind Carsharing-Dienste oder die öffentlichen Verkehrsmittel.

Flexible Ausgaben nicht vernachlässigen

Ein genauerer Blick lohnt sich auch auf die flexiblen Ausgaben. Kosten, die unregelmäßig oder in nicht genau vorauszusehender Höhe auftauchen. Essen, Kleidung oder Bücher sind zum Beispiel solche Kosten. Hast du eine Kostengruppe ausgemacht, welche jeden Monat recht stark aufgebläht ist? Bei mir waren vor ein paar Jahren jeden Monat größere Ausgaben zu sehen. Mal waren es neue Schuhe die nicht dringend benötigt wurden, im nächsten Monat ein neuer MP3-Player, den nächsten Monat ging es ins Möbelhaus. Erst nachdem ich alle Kosten erfasst hatte sind mir diese hohen Ausgaben aufgefallen. Zum Glück noch rechtzeitig, denn zu der Zeit gab ich mehr aus als ich einnahm.

Dank meinem Haushaltsbuch konnte ich an Stellen Geld sparen, die mir nicht weh taten. Immer wieder werfe ich einen Blick auf meine Ausgaben um zu sehen, ob anfallende Kosten eventuell unnötig sind. Die Ersparnis lohnt sich definitiv, und das Leben eines Geizhalses muss ich dadurch auch nicht führen. Probier es aus.

Erzähl mal, denkst du bei dir sind Einsparungen möglich? Oder hast du einen solchen Versuch schon einmal unternommen? Erfolgreich oder nicht, teile deine Erfahrung mit uns.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein Haushaltsbuch ist wirklich eine ganz große Hilfe. Im Alltag fällt einem garnicht auf, wieviel Geld man eigentlich für unnützige Dinge ausgibt. Erst durch ein Haushaltsbuch hat man die Dingen und vor allen Dingen das Geld vor Augen, was da auf Dauer zusammen kommt.

  2. Klar sind viele Dinge für die man Geld ausgibt überflüssig. Doch ich finde, man sollte sich auch mal was gönnen und sich für seine Arbeit belohnen weil man dadurch unbewusst immer glücklicher wird und die Arbeitsmoral gestärkt wird. Jedoch ist Umgang
    mit Geld übehaupt ein Thema welches 95 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vernachlässigt. Guter Artikel!

  3. Für diesen Fall des „sich etwas gönnen“ lege ich regelmäßig Geld in einen extra dafür gedachten Spartopf zurück. Jeden Monat nach Gehaltseingang geht dieser Betrag aufs Tagesgeldkonto. Was man sich abgewöhnen sollte, sind Frust- und Spontankäufe. Immer die Frage stellen, brauch ich das wirklich und ist es mir die Arbeit wert, wenn ich das nach 2-4 Wochen (je nach Betrag) mir immer noch gönnen möchte, dann mache ich das. Ist vielleicht etwas weit abgeschweift, aber ich mache das so, und sei es die tollen Schuhe oder was auch immer…

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