Der Weg zur finanziellen Freiheit

Weg zur finanziellen Freiheit

Vielen Dank an Dani Vasquez für das Foto.

Gerne wäre Marie dieses Jahr in den Urlaub gefahren, schließlich arbeitet sie hart und hat es sich verdient. Aus dem ersehnten Thailand-Trip wird aber leider nichts. Ihr Kontostand erlaubt es nicht. Wohl jeder hat diese Situation schon einmal erlebt. Wünsche sind im Überfluss vorhanden, aber das Geld dafür fehlt. So wie Marie geht es also Vielen. Irgendwann kommt der Punkt an dem erkannt wird, dass es finanziell nicht mehr so weitergehen kann wie bisher.

Sei es eine drückende Schuldenlast, die Sorge nicht genug fürs Alter zur Seite zu legen oder der Wunsch nach einem tollen Urlaub. Deshalb ist es wichtig die eigenen Finanzen auf ein solides Fundament zu stellen. Und da Du auf diesem Blog gelandet bist hast Du das wohl vor. Die finanzielle Freiheit ist ein erstrebenswertes Ziel. Diese Geschichte verlinkt auf detailliertere Artikel und soll dir somit helfen, die ersten Schritte zu gehen.

Der Anfang

Leider ist es nicht das erste Mal, dass Maries Träume durch ihren niedrigen Kontostand platzen. Sie beschließt, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Schließlich hat sie größere Träume als einen Urlaub. Und diese Träume will sie verwirklichen. Sie will herausfinden, wo es zwickt. Und zwar heute. Jetzt. Sofort. Sie holt sich Stift und Papier, die letzten Kontoauszüge und macht einen Kassensturz.

Die oberste Regel heißt: Mehr einnehmen als ausgeben. Nur so kannst Du am Ende des Monats Geld zur Seite legen und so mit dem Vermögensaufbau beginnen. Je größer die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben wird, umso schneller funktioniert dieser Aufbau. Wichtig dabei: vergiss nicht den Spaß am Leben. Was bringt euch ein fetter Kontostand, wenn ihr den Weg dahin nicht genießen konntet. Dieser Spaß soll aber nicht durch Kredite teuer erkauft werden.

Eine Stunde später ist Marie deutlich schlauer. Sie hat zu viele Ausgaben die ihr hart verdientes Geld auffressen. Der größte Punkt ist die Miete ihrer Dreizimmerwohnung. Aber sie weiß nun auch, dass sie zu oft außer Haus isst und ihr Auto, welches nur auf einem Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung steht, zu viel Geld kostet. Durch ihren Kassensturz erkennt sie viel Optimierungspotential.

Rücklagen bilden

Sie erkennt aber noch etwas ganz anderes: was passiert, wenn ein Notfall eintritt? Wenn etwa der Kühlschrank streikt oder ihr der Job gekündigt wird? Wenn es ganz dick kommt, muss ein Notfall-Fonds herhalten. Auf einem eigenen Konto liegt ein bestimmter Geldbetrag, welcher nur angezapft wird, wenn es hart auf hart kommt. Bei einem Notfall eben. Doch welcher Betrag soll auf diesem Konto bereitliegen? Hierzu gibt es keine richtige Antwort. Als Grundlage würde ich deine gesamten Ausgaben für drei Monate empfehlen. Ja, das ist ein großer Batzen Geld, aber damit können die ersten großen Notfälle abgefedert werden. Ein weiterer beliebter Richtwert ist die Rechnung: derzeitiges Einkommen – Arbeitslosengeld * zwölf Monate. So kann man im Falle des Jobverlustes ein Jahr ohne größere finanzielle Einschränkungen weiterleben. Das wichtigste ist, dass du dich mit deinem Notfall-Fonds wohl fühlst. Und dass dieser Betrag nicht auf deinem alltäglichen Girokonto liegt.

Maries Eltern kommen auf einen Kaffee vorbei. Sie sind über 60 und genießen ihren Ruhestand. Das möchte Marie auch einmal, deshalb bittet sie um Rat. Ihre Mutter empfiehlt ihr, selber für die Zukunft vorzusorgen. Aber wie? Indem sie am Anfang jedes Monats Geld investiert. Ihrem Vater fällt noch ein, dass sie gleichzeitig auch für größere Anschaffungen sparen soll.

Schulden abbauen

Immer mehr kommt Marie in Schwung. Sie fühlt sich gut, das leidige Thema Finanzen endlich anzugehen. Dafür wird es auch Zeit, schließlich quält sie sich seit Jahren schon mit Schulden herum. Ihr Studium an einer privaten Hochschule war teuer und größtenteils durch einen Kredit finanziert. Auch ihr Auto kaufte sie auf Kredit, ebenso wie ihr Smartphone. Von der negativen Bilanz ihrer Kreditkarte hat sie schon längere Zeit Angst. Doch wo soll sie anfangen? Ihr Kollege Robert hat mal von einem Schulden-Schneeball gehört. Damit wird sämtliches zur Verfügung stehendes Geld zur Abzahlung des kleinsten Kredits verwendet. Ist dieser abbezahlt, steht mehr Geld zur Verfügung um den nächstgrößeren Kredit zu bedienen.

Dafür muss sie zwar ein paar Einschnitte hinnehmen, aber ihr Entschluss steht fest. Als erstes will sie ihr Auto verkaufen. Der Erlös wird reichen, um ihren Notfall-Fonds fast aufzufüllen. Außerdem spart sie sich dadurch ihre KFZ-Versicherungen. Diesen Betrag kann sie in die Tilgung ihrer Kredite stecken. Außerdem plant Marie wenn möglich in eine kleinere Wohnung zu ziehen.

Einnahmen erhöhen

Marie will sich außerdem umsehen, ob sie nicht ihre Einnahmen verbessern kann. Vielleicht jobbt sie am Wochenende in einer Bäckerei? Oder sie startet einen kleinen Onlineshop für Handytaschen, die sie so gerne für ihre Freundinnen näht? Darüber muss sie aber erst einmal mit ihrem Chef sprechen, ob er ihr ein Gewerbe im Nebenerwerb erlaubt. Sie ist jedoch optimistisch – schließlich steht sie nicht in Konkurrenz zu ihrem Arbeitgeber.

Die Zukunft verspricht Freiheit

Die Zukunft wird besser werden, da ist sich Marie sicher. Damit sie auch auf ihrem neu eingeschlagenen Weg bleibt will sie Gewohnheiten aufbauen, sich ein realistisches Budget verordnen und einen monatlichen Finanztag einlegen, mit dem sie ihre Ziele besser verfolgen kann. So kann sie sich hoffentlich bald ihren Thailand-Trip erfüllen. Vielleicht verbunden mit einer Weltreise?

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