Warum sich selbst als Erstes bezahlen?

Mosaik

Danke an Les Haines für das Bild.

Jeden Monat geben wir für jede Menge Blödsinn sehr viel Geld aus. Das ist einerseits nicht schlimm, da das Leben Spaß machen soll. Und wenn es im Rahmen bleibt sind diese Ausgaben nicht so dramatisch. Dieses Geld fehlt uns auf der anderen Seite jedoch für wichtigere Dinge wie Schuldenabbau oder Sparen für größere Ziele. Was bedeutet es also, sich selbst als Erstes zu bezahlen?

Sicherlich hättest du gerne einmal eine eigene Wohnung oder ein Haus. Um einen Kredit dafür zu bekommen ist aber Eigenkapital nötig. Meistens sind das mindestens 10 Prozent, was bei einer Immobilie über 100.000 Euro mindestens 10.000 Euro bedeutet. Dieser Betrag muss erst einmal angespart werden. Gleiches gilt für ein neues Auto, einen Computer oder schlicht für die Jahreskarte der Öffentlichen. Das alles sind große Geldbeträge die nicht so ohne Weiteres gestemmt werden können.

Sich selbst als erstes zu bezahlen ist ein Hilfsmittel, das man hierbei anwenden kann. Aber was ist damit gemeint? Nachdem das Gehalt auf deinem Konto eingegangen ist überweist du am besten sofort die benötigten Sparbeträge auf ein separates Konto. Damit sind sie außer Reichweite und du greifst damit nicht so einfach auf dieses Geld zurück. Willst du also in fünf Jahren ein Auto für 6.000 Euro kaufen, dann überweise am Anfang des Monats 50 Euro. Am einfachsten machst du das mit einem Dauerauftrag, dann musst du nicht mehr daran denken. Automatisierung hilft also auch hier.

Große Beträge schrumpfen

Die Monatskarte für die Öffentlichen in München nennt sich IsarCard. Wenn man diese Karte jährlich bezahlt und nicht monatlich, bekommt man 2,5 Monate geschenkt. Dadurch spare ich mir 120 Euro im Jahr. Trotzdem kostet sie mich noch 456 Euro jährlich. Um diesen Betrag abzufangen überweise ich jeden Monat 38 Euro auf ein Sparkonto. Wenn der Jahresbetrag dann fällig ist überweise ich das Ersparte wieder zurück auf mein Girokonto. Dadurch habe ich mir viel Geld gespart. Und so sehr hat es auch nicht geschmerzt, da ich die große Summe in kleine Monatsbeiträge aufgeteilt habe. Wie in einem Mosaik haben kleine Teile ein schönes Ganzes ergeben.

Dieses System lässt sich auf so ziemlich alle größeren Summen anwenden. So spare ich jeden Monat auch noch für mehrere Versicherungen, vorhersehbare Steuern, große Mitgliedsbeiträge und eine Immobilienanzahlung. Denkbar ist auch auf den nächsten Urlaub zu sparen oder seinen Notfall-Fonds automatisch aufzufüllen.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Du hast jetzt schon mehrmals gelesen, dass diese Überweisungen am Monatsanfang getätigt werden. Das passiert aus einem einfachen Grund. Wenn am Monatsende 38 Euro übrig bleiben würde ich bestimmt nicht daran denken, diese für eine Monatskarte zurückzulegen. Da das aber am Anfang des Monats automatisch passiert habe ich gar nicht mehr die Chance, dieses Geld überhaupt auszugeben. Sie sind auf jeden Fall angespart. Unwichtige Ausgaben werden damit gar nicht erst getätigt. Die Psychologie hinter diesem Konzept hatte ich schon einmal beim Thema Altersvorsorge kurz angerissen.

Man kann einen starken Willen mitbringen und sich fest vornehmen, jeden Monat etwas auf die Seite zu legen. Aber manchmal verlässt einen sogar der stärkste Wille. Dann ist es gut, schon vorher gespart zu haben. Denn Geld das man nicht verfügbar hat kann man auch nicht ausgeben.

Nutzt du dieses System auch schon? Oder hast du eine bessere Lösung gefunden um zu sparen?

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